100 Jahre Alois Fulneczek - sahinaydin

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100 Jahre Alois Fulneczek

Forschung
Alois Fulneczek
29.12.1882 - 23.02.1919
100 Jahre Alois Fulneczek
Pressemitteilung, 21. Januar 2019

Schreiben an Bezirksvertretung Kirchhellen wegen Straßenumbenennung
Sehr geehrter Herr Schnieder,
hiermit möchte ich gemäß § 24 der Gemeindeordnung NRW folgenden Bürgerantrag an die Bezirksvertretung Kirchhellen stellen:
"Die im Ortsteil Kirchhellen gelegene Löwenfeldstraße soll in Alois-Fulneczek-Straße umbenannt werden."
Begründung: Wilfried von Loewenfeld (25. September 1879 bis 5. Juli 1946) war Berufsoffizier in der Kaiserlichen Marine, rechtsradikal-republikfeindlicher Freikorpsführer. Vom 3. April bis zum 18. Mai 1920 war er im Einsatz in Bottrop, Dorsten und Kirchhellen, war verantwortlich für die Ermordung von insgesamt 257 Menschen, meist Bergleuten, in Bottrop und Kirchhellen sowie eine Vergewaltigung im Bottroper Rathaus. Am 5. Mai 1960 hat der Gemeinderat Kirchhellen beschlossen, ihm eine Straße zu widmen. Wilfried von Loewenfeld war ein rechtsradikaler Mörder.
Alois Fulneczek (29. Dezember 1882 bis 23. Februar 1919), geboren in Pischni, Kreis Ratibor, war ab 1907 in Bottrop als Mauer im Bergbau beschäftigt. Im Februar 1919 war er Ver- handlungsführer der revolutionären Bergarbeiter in Bottrop. Er wurde am 23. Februar 1919 im Gerichtsgefängnis von Angehörigen des Freikorps Lichtschlag ermordet.
Alois Fulneczek hat mit seinem Leben dafür bezahlt, dass er sich für die Belange vieler Bottroper Bergleute eingesetzt hat.
Ich würde mich freuen, wenn Sie mich zur Sitzung der Bezirksvertretung, in der über meinen Bürgerantrag entschieden wird, einladen könnten. Gerne stehe ich Ihnen Rede und Antwort. Ich habe über Alois Fulneczek ein Buch verfasst (Sahin Aydin, 100 Jahre Ermordung von Alois Fulneczek, Tredition Verlag 2019).
Mit freundliche Grüßen
Sahin Aydin




GEDENKVERANSTALTUNG AM GRAB VON ALOIS FULNECZEK
Pressemitteilung, 24.02.2019
Am Samstag, 23. Februar 2019 fand eine Gedenkveranstaltung am Grab von Alois Fulneczek auf dem Westfriedhof statt. Als ein Sprecher der revolutionären Bergarbeiter Bottrops war er vor 100 Jahren vom Freikorps Lichtschlag verhaftet und im Gerichtsgefängnis ermordet worden.
Als Moderator und Organisator führte der ehemalige Ratsherr Sahin Aydin durch die Gedenkveranstaltung, zu der er auch die Enkelin von Alois Funeczek, Frau Krahl, begrüßen konnte.
Zunächst stellte der Historiker Dr. Peter Berens das Leben des Alois Fulneczek in den Zusammenhang der großen sozialen Bewegungen von Dezember 1918 und Januar, Februar und April 1919 mit der hunderttausende Bergarbeiter die 7-Stunden-Schicht, aber nicht die von SPD, USPD und KPD geforderte Sozialisierung erstreiken konnten. 
Als ein Sprecher der Arbeiterbewegung und vieler polnischsprachiger Kumpel in Bottrop war der Bergmann und Migrant Fulneczek den Angehörigen des antidemokratischen, monarchistischen und streikfeindlichen Freikorps Lichtschlag besonders verhasst.
Jörg Wingold (DKP) berichtete, dass sein Großvater 1918-1919 der sozialdemokratische Vorsitzender des Bottrop Arbeiter- und Soldatenrats war – und somit ein damaliger Gegenspieler von Alois Fulneczek. Wingold bedauerte, dass er nicht die Gelegenheit hatte, mit seinem Opa über die Ereignisse von 1919 zu sprechen. Der Sprecher der DKP schlug einen Bogen zur Bedeutung des Gedenksteins für die Märzgefallenen und zu den benachbarten Gräbern der von den Nazis ermordeten Kommunisten Michael Mast und Franz Kwasigroch.
Vor dem Hintergrund der Bekämpfung der Arbeiterbewegung durch reaktionäre Kräfte 1919 sprach Frank Jasenski von der MLPD die aktuelle Rechtsentwicklung in Europa an.
Peter Reichmann umrahmte die Gedenkveranstaltung mit Arbeiterliedern.

Infos zur Fotos:

Foto 1. Historiker Dr. Peter Berens, Foto: Sahin Aydin

Foto 2: Enkelin von Alois Fulneczek, Frau Krahl, Vor Grab ihrer Großvater. Grabstätte der Märzgefallenen, Westfriedhof Bottrop, Foto: Sahin Aydin

Foto 3: Grab von Alois Fulneczek, Grabstätte der Märzgefallenen, Westfriedhof Bottrop, Foto: Sahin Aydin






Pressemitteilung, 18.02.2019


Am 23. Februar 2019 jährt sich zum hundertsten Mal die Ermordung des Bottroper Sprechers der revolutionären Bergarbeiter, Alois Fulneczek, durch das monarchistische Freikorps Lichtschlag. Der Karl-Liebknecht-Club Bottrop organisiert dazu eine Gedenkkundgebung am Samstag, den 23. Februar 2019 auf dem Westfriedhof Bottrop. Wir treffen uns um 13:30 Uhr auf dem Parkplatz des Friedhofes und gehen dann gemeinsam zum Gedenkstein und Grab von Alois Fulneczek.

Begrüßung und Moderation übernimmt der Lokalhistoriker und Leiter des Karl-Liebknecht-Clubs Bottrop Sahin Aydin.

Anschließend wird der Historiker Dr. Peter Berens auf die Lage der Arbeiterbewegung im Jahre 1918/1919 in Bottrop eingehen.

Danach folgen Redebeiträge von MLPD und DKP (beide Bottrop) und DIE LINKE (Oberhausen).

Das Programm wird umrahmt mit Arbeiterliedern, vorgetragen von Peter Reichmann (Gitarre und Gesang). Anschließend werden Blumen und Kränze niedergelegt. Für ältere Menschen sind Sitzmöglichkeiten vorhanden.

Mit freundlichen Grüßen
Sahin Aydin

Karl-Liebknecht-Club Bottrop






Aufruf zur Gedenkkundgebung

Am 23. Februar 2019 jährt sich zum hundertsten Mal die Ermordung des Bottroper Sprechers der revolutionären Bergarbeiter, Alois Fulneczek, durch das monarchistische Freikorps Lichtschlag.

Aus diesem Anlass rufen wir die Erstunterzeichner zum Gedenken an Alois Fulneczek auf. Besonders wollen wir allen weniger bekannten Bergarbeitern gedenken, die für die Erkämpfen einer basisdemokratischen Gesellschaft, die 7-Stunden-Schicht, für die Vergesellschaftung der Berg- und Stahlwerke und für eine bessere Welt in Bottrop in den Revolutionsjahren 1919 - 1920 ihr Leben ließen.

Gedenkkundgebung:
Samstag, den 23. Februar 2019, 14:00 Uhr,
Westfriedhof Bottrop, Westring 45

Interessierte sind herzlich eingeladen, mit Transparenten, Fahnen, Blumen oder Kränzen zu erscheinen.


ErstunterzeichnerInnen:

Frau Krahl, Enkelinnen von Alois Fulneczek, Bottrop

Sahin Aydin, Beratungsstelle Alois Fulneczek, Bottrop,

Dr. Peter Berens, Historiker, Oberhausen,

Jens Carstensen, Linke-Liste Oberhausen, Oberhausen,

Jürgen Braun, MLPD, Bottrop,

Stephan Urbach, Rechtsanwalt, Essen,

Jörg Wingold, DKP, Bottrop,

Zeki Gökhan, Politiker, KV Mitglied, DIE LINKE Rhein.

Weitere Unterzeichnerinnen:

Edith Bartelmus-Scholich, Redaktion scharf-links.de, Müslüm Akin, Politiker, Bottrop, Michael Dubielczyk, DIE LINKE Duisburg, Bezirksvertreter Duisburg Mitte., Norbert Kozicki, Diplom-Sozialwissenschaftler, Wanne-Eickel, KUMPEL für AUF/Stadtgruppe Gelsenkirchen-Bottrop-Gladbeck, Franz Josef Rottmann, Öko-Technik Gronau/Westfalen, Dietrich Keil, Essen, früherer Ratsherr für "Essen steht AUF", Dr. Diether Dehm, MdB, DIE LINKE, Friedrich Straetmanns, MdB, DIE LINKE. Pawlowski Manfred, DIE LINKE. KV-Oberberg, Jules El-Khatib, Landesvorstand LINKE NRW, Inge Mohr-Simeonidis, DIE LINKE Oberberg, KV Sprecherin, Schweizerhof, Sabine, Kreissprecherin MLPD Essen/Mülheim, Mahir Abdik, Leiter von Verein „Alternativ Gelsenkirchen e. V.“, Sylvia Gabelmann, MdB, DIE LINKE, Dr. Alexander S. Neu, MdB DIE LINKE KV Rhein-Sieg-Kreis, Günter Gleising, RuhrEcho Verlang und Mitglied Landesausschuss VVN. Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten NRW, Friedrich Straetmanns, MdB, DIE LINKE.


Kontakt:
Karl-Liebknecht-Club Bottrop c/o Sahin Aydin, Postfach 100124, 46201 Bottrop, Web: www.100jahre-bottrop.de, E-Mail: info@sahinaydin.de, Mobil: 01794262483





      
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