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Karl-Liebknecht-Club Bottrop



Historiker Dr. Peter Berens


Klaus Gietinger
 Autor und Regisseur



Meine Interviews

Im folgenden findest Du drei verschiedene Video-Sequenzen

           
YOL TV, 05 Dezember 2019                                                                         CAN TV, 13 Dezember 2019



Rote Ruhrgeschichte 
Der Bottroper Lokalhistoriker Sahin Aydin erinnert an vergessene Revolutionäre
DIE ROTE HILFE
4.2018
Zeitung der Rote Hilfe e. V. ,44. Jahrgang, www.rote-hilfe.de
Seite 40
Link dazu:


Wieso ein Kurde über deutsche Bergarbeiter und ihre Geschichte schreibt ...
Rote Fahne 20/2018
Link dazu:

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Sahin Aydin
Şahin Aydın wurde am 2. Mai 1968 im türkischen Kurdistan, Provinzstadt Meleti (Malatya) geboren. Mit fünf Jahren kam er mit seiner Familie nach Gronau/Westfalen, wo er aufgewachsen ist, heiratete und seine beiden ersten Kindern von insgesamt vieren zur Welt kamen, welche mittlerweile einen akademischen Werdegang eingeschlagen habe; alle vier haben wie der Vater großes Interesse an Kultur und Geschichte. Mittlerweile lebt Şahin Aydın in Bottrop und beschäftigt sich leidenschaftlich mit historischen Recherchen, seinem Hobby Imkerei und der Fotografie; er ist ehrenamtlicher Leiter der "Beratungsstelle Alois Fulneczek" in Bottrop und betreut Bottrop TV.

Publikationen:

1. Kurdisch-Deutscher Freundschaftskreis e. V. (Hrsg.), Şahin Aydın: Ein junges Leben, gelebt und gestorben für eine gerechte Sache. Rudi Johann Wilhelm Steffens. Eine Politische Biografie, Gronau 2014.

2. Kunstkreis Bottrop e. V. (Hrsg.), Şahin Aydın: Ein Leben für die gerechte Sache. Biografischer Abriss von Alois Fulneczek, Bottrop 2015.

3. Kurdisch-Deutscher Freundschaftskreis e. V. (Hrsg.) , Şahin Aydın: Eine Familie - Ein Kampf für die Menschlichkeit, gegen Faschismus und Krieg. Politische Biografien von Elli Domke, Carl Domke und Grete Kusber, Gronau 2015.

4. Kurdisch-Deutscher Freundschaftskreis e. V. (Hrsg.), Şahin Aydın: Für Arbeit- Für Freiheit-Für Brot, Politische Biografien von Jenni Kokkeling & Bernd Klynsma, Gronau 2017

5. Sahin Aydin, Warten auf Gerechtigkeit, Das Denkmal und die Gräber der Revolutionäre auf dem Westfriedhof in Bottrop, Tredition Verlag Hamburg 2017

7. Sahin Aydin, Zur Erinnerung an den Essener Rechtsanwalt Dr. Rosenberg, Eine politische Biografie, Tredition Verlag Hamburg 2017

Profilbild
Foto: Sven Kaiser - Gelsenkirchen
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Neuigkeiten
Rote Ruhrgeschichte - Der Bottroper Lokalhistoriker Sahin Aydin erinnert an vergessene Revolutionäre
23.11.2018
DIE ROTE HILFE
4.2018
Zeitung der Rote Hilfe e. V. ,44. Jahrgang, www.rote-hilfe.de
Seite 40
mehr zum Buch


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Wieso ein Kurde über deutsche Bergarbeiter und ihre Geschichte schreibt ...
27.09.2018
Rote Fahne 20/2018
Der Bottroper Autor Sahin Aydın erzählt, wie er als Kind einer kurdischen Einwandererfamilie zum Erforscher der Geschichte der Bergarbeiterbewegung des Ruhrgebiets wurde

Von Redaktion
Donnerstag, 27.09.2018

Rote Fahne: Wie kommt es, dass ein Migrant mit kurdischen Wurzeln eine Broschüre über einen deutschen Bergarbeiter (Alois Fulneczek) schreibt und jetzt ein Buch über die Kämpfe der deutschen Bergarbeiter 1920?

Sahin Aydin: Ich komme aus einer Familie, die Kurden sind – ein Volk, das unterdrückt wird. Zweitens bin ich Alevit, und mein Vater war Textilarbeiter. In unserem Dorf in der Türkei haben wir keine Moschee und auch keine Kirche. Ich bin in Deutschland aufgewachsen. In der Schule waren Geschichte und Politik mein Lieblingsunterricht. Als Jugendlicher und auch heute bin ich in der deutschen marxistischen Bewegung aktiv.

Was ist das Besondere an deinem Buch „Warten auf Gerechtigkeit“?

In der bürgerlichen Stadtgeschichte ist die Rede von 56 Arbeiterinnen und Arbeitern, die 1920 von der Marine-Brigade von Loewenfeld in Bottrop ermordet wurden. Bei meiner Recherche habe ich herausgefunden, dass das Freikorps Marine-Brigade von Loewenfeld in der Zeit vom 3. April bis zum 18. Mai 1920 insgesamt 257 Arbeiterinnen und Arbeiter ermordet hat. Das geschah unter dem Vorwand, dass sie alle Mitglieder der Roten Ruhrarmee gewesen seien. Viele Bergarbeiter wurden einfach aus ihrem Heim herausgeholt und erschossen. Darunter waren viele, die mit der Roten Ruhrarmee nichts zu tun gehabt hatten.

Mit geht es um das Denkmal, das von der KPD und der Gewerkschaft UNION im Jahre 1922 für die März-Gefallenen errichtet wurde. In der Nazizeit wurde es geschändet, und nach dem II. Weltkrieg wurde es nur halb wiederhergerichtet. Mit diesem Buch möchte ich ein Zeichen setzen, dass es nötig ist, das Denkmal im Original wiederherzustellen.

Was möchtest du unseren Leserinnen und Lesern noch sagen?

Dass man die Arbeiterbewegung im Ruhrgebiet in den Jahren 1918/1919/1920 thematisieren und dazu forschen soll. Weil es bis jetzt wenig dazu gibt. Nächstes Jahr jährt sich die Ermordung des Arbeiterführers Alois Fulneczek aus Bottrop zum 100. Mal. Dazu wird eine Gedenkkundgebung auf dem Westfriedhof Bottrop stattfinden – am 23. Februar 2019 um 14 Uhr. Der Gedenktag wird unterstützt von MLPD, DKP und Die Linke.


Herzlichen Dank für das Interview!

mehr zum Buch
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Presseberichte
Denkmal und Gräber in Bottrop
22.11.2018
„Deutsche Revolution / Kapp-Putsch 1920 in Bottrop“
Warten auf Gerechtigkeit: Das Denkmal und die Gräber der Bergarbeiter auf dem
Westfriedhof in Bottrop

„Mit seinem im Verlag Tredition erschienenen Buch „Warten auf Gerechtigkeit“ schafft es Şahin Aydın mehr und mehr, die Lücke in der Forschung über die nach der Niederschlagung des Kapp-Putsches 1920 in Bottrop ermordeten Bergarbeiter zu schließen. Das Freikorps von Loewenfeld, selbst am Kapp-Putsch beteiligt, wurde nach dessen Zusammenbruch gegen Bergarbeiter in Bottrop eingesetzt. Im offiziellen Gedenken an die Gründungsphase der Weimarer Republik wurde lange die monarchistische Soldateska geehrt. Der Autor Şahin Aydın gibt nicht eine „Neutralität“ vor, die über den Ereignissen der damaligen Zeit schwebt. Er bezieht Position für die ermordeten Bergarbeiter. Aber er schafft es in mühevoller Kleinarbeit, viele bisher unbekannte Details über die damaligen Ereignisse und ihre Akteure ans Licht zu bringen und zu belegen. Ohne seine Forschung wäre die auch von der linken Bewegung vernachlässigte Geschichte der revolutionären ArbeiterInnen in Bottrop fast in Vergessenheit geraten. Şahin Aydıns Arbeit sollte Anstoß für die Bildung einer alternativen Historikerkommission des Ruhrgebiets zur Erforschung der Opfer des Kapp-Putsches sein.“ (Dr. Peter Berens, Oberhausen)
Quelle: https://www.deutsche-revolution.de/denkmal-und-graeber-in-bottrop
zum Pressebericht zum Buch
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Warten auf Gerechtigkeit
„Das Denkmal und die Gräber der Bergarbeiter auf dem Westfriedhof in Bottrop“
Nr. 68
August/September 2018
18. Jahrgang
Seite 4
Quelle: Standpunkt / Sozialistische Zeitung für Duisburg
Link dazu:
https://www.dielinke-duisburg.de/fileadmin/kvduisburg/Dokumente/Standpunkt/2018/DIE-LINKE_Nr68_webversion.pdf


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Neuer Blick auf Bottrops Revolutionäre, 05.04.2018
Sahin Aydin legt einen Band über das Denkmal und die Gräber der Toten der linken Arbeiterbewegung von 1919/1920 auf dem Westfriedhof vor.“
Link dazu:
Im nächsten Jahr feiert Bottrop die Verleihung der Stadtrechte vor 100 Jahren. In dem für die Stadt wichtigen Jahr jähren sich aber auch zum 100. Mal die Kämpfe, die das damalige Deutsche Reich mit dem Ende des Ersten Weltkriegs und der Monarchie erschütterten oder die Niederschlagung des so genannten Kapp-Putsches im März 1920. Monarchisten, Kommunisten, aber auch Sozialdemokraten und deutsch-national gesinnte Gruppen rangen um die Macht aber auch die Deutungshoheit in der ersten deutschen Republik. Diese revolutionären Umbrüche hatten Streiks, Aufstände, die Besetzung und/oder Verteidigung von wichtigen Orten – in Bottrop zum Beispiel des damals neuen Rathauses – zur Folge.

Gewalt gab es auf beiden Seiten. Die konservativen Freikorps gingen dabei besonders grausam gegen die linke Arbeiterschaft vor. In Bottrop war zunächst 1919 das Freikorps Lichtschlag und während des Ruhraufstands nach dem Kapp-Putsch bis Mai 1920 die Marine-Brigade von Loewenfeld aktiv. Letztere besetzten Bottrop von Anfang April bis Mai. Den Opfern der revolutionären, kommunistischen Seite widmet der Bottroper Hobbyhistoriker Sahin Aydin nun die Publikation „Warten auf Gerechtigkeit“ als Band 1 einer Reihe „Alternative Beiträge zur Bottroper Stadtgeschichte“. Geschichte überparteilich erzählen

Auf 92 Seiten und mit zahlreichen Abbildungen stellt er dabei nicht nur die Geschichte vor der Familie des am 5. April 1920 von Loewenfeld-Soldaten in seiner Wohnung erschossenen Kommunisten Bernhard Rogge. Neben diesen und vielen anderen Opfern geht es Sahin Aydin vor allem um das Gedenken an die Toten auf dem Westfriedhof.

Dort gibt es eine Grabanlage mit Mahnmal für diese „Märzgefallenen“ aber auch Gräber von kommunistischen Opfern der Nazi-Diktatur, Michael Mast und Franz Kwasigroch und dem linken Arbeiterführer Alois Fulneczek, der 1919 von Mitgliedern des Freikorps Lichtschlag getötet wurde. Er wurde 1922 dorthin umgebettet. In diesem Jahr errichteten die KPD und die extrem linke Bergarbeitergewerkschaft „Union der Hand- und Kopfarbeiter“ ein Denkmal, das auch die Namen der getöteten Genossen trug. Der damalige Friedhofsausschuss hatte vorgeschlagen, die Kosten unter der Bedingung zu übernehmen, wenn Jakobinermütze und Sowjetsterne wegfallen würden. Dazu kam es nicht, wie die Bottroper Volkszeitung BVZ damals berichtete.

Die Anlage wurde später von den Nationalsozialisten zerstört. Jakobinermütze, Zahnrad, Schlägel und Eisen wurden dabei ebenso entfernt, wie die Sowjetsterne neben der Inschrift „Wir kämpften für die Freiheit des Proletariats“.

Mit seinem Band möchte Sahin Aydin nicht nur eine neue, historisch genauere Darstellung der Opferzahlen der Ereignisse von damals anregen. Die seien nämlich weit höher als 79, die die bereits 1970 nach oben korrigierte Liste angebe. Das habe er bei Recherchen in Bottroper Akten aber auch im Freiburger Militärarchiv herausgefunden.

Neben der Wiederherstellung des Gedenksteins von 1922 und der Namensliste regt Aydin auch Informationstafeln - ähnlich der für den jüdischen Friedhof - zu allen historisch bedeutenden Grabstätten auf dem Westfriedhof an, darunter auch die Gräber der Weltkriegsgefallenen und „Rathausverteidiger“ von 1919.

Das Buch von Sahin Aydin „Warten auf Gerechtigkeit“ ist im Hamburgwer Verlag „tredition“ erschienen und kostet 9,90 Euro. Erhältlich im Bottroper Buchhandel.


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Şahin Aydın auf Spur der Bottroper Ruhrrevolutionäre, 03.04.2018
„Şahin Aydın auf Spur der Bottroper Ruhrrevolutionäre“
Stadtspiegel Essen
Link dazu:

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Sahin Aydin erforscht Schicksale mutiger Ruhrstädler: Zu ihnen gehört auch der Essener Dr. Nathan Rosenberg, Stadtspiegel Essen, 26.02.2018
„Sahin Aydin erforscht Schicksale mutiger Ruhrstädler: Zu ihnen gehört auch der Essener Dr. Nathan Rosenberg
Link dazu:







    
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